Samstag, 22. September 2018

Sterbebegleitung - Sterbende verstehen und würdevoll Abschied nehmen

Als mein Vater sich im Alter von 86 Jahren ans Sterben machte, ging alles doch sehr schnell. Bisher hatte er mit seiner zweiten Frau eigenständig zusammengelebt. Der Hauptteil der Arbeit ruhte auf seinen Schultern. Für ihn war das okay - er half gern. Nachdem ich ihn ins Krankenhaus gebracht hatte und er bald darauf merkte, dass sein Leben zu Ende gehen könnte, wurde er trotzig. "Ich will jetzt nach Hause und endlich mal tun, wozu ich(!) Lust habe ...!" Zu spät. Er wurde nach  mehreren Operationen in ein Altenheim verlegt und ich macht mich vom Norden aus auf den Weg, um ihn in Nordrhein-Westfalen noch einmal für wenige Tage zu besuchen und an seinem Bett zu sitzen. Als ich ihn zum Abschied küsste, weil meine arbeitsfreien Tage endeten, sah er mich mit weit aufgerissenen Augen an und sagte eindringlich: "Auf Wiedersehn!" Wenige Tage später starb er - und ich war weit weg. Ich war ziemlich sicher, dass zwischen uns alles gesagt war. Dennoch fragte ich mich: Hätte es etwas gegeben, was ich noch hätte tun können ...? Ich wusste es nicht.

"Ich lass dich nicht allein im Sterben - Würdevoll Abschied nehmen" heißt das Buch von Sterbeforscher Bernard Jakoby und Hospizleiterin Marie-Luise Nieberle. An vielen Fallbeispielen zeigt es, wie Sterbende sich verhalten, was sie noch wahrnehmen können, was sichere Anzeichen des baldigen Abgangs sind, welche Wünsche sie noch äußern könnten und dass man sie ernst nehmen sollte, dass plötzlich zunehmende körperliche Kräfte bei gleichzeitiger Verweigerung der Nahrung in der Regel keine Besserung des Zustandes bedeuten und manches mehr.

Man erfährt
  • dass die Erfahrung des Sterbens das eigene Leben verändern wird
  • wie sichere medizinische Zeichen des unmittelbar bevorstehenden Todes aussehen
  • welche symbolischen Anzeichen es gibt
  • wie durch den Tod eines Angehörigen das Familiensystem bedroht werden kann
  • welche Rituale hilfreich sein können
  • wie Märchen in der Trauerarbeit Anwendung finden
  • ...
Ich hätte mir gewünscht, ein Buch wie dieses gelesen zu haben, als es für  meinen Vater ans Sterben ging. Vielleicht wäre es dadurch leichter geworden - für ihn und für mich.

Bernard Jakoby, Marie-Luise Nieberle, Ich lass dich nicht allein im Sterben - Würdevoll Abschied nehmen, Verlag Knaur Menssana 2018, Hardcover mit Schutzumschlag, 220 Seiten, 19,99 Euro. 

Donnerstag, 20. September 2018

Literarisches Fundbüro für Träume und Gefühle, Hoffnungen und Wünsche

Das ist ein bezauberndes Buch: "Guten Tag, haben Sie mein Glück gefunden?". Im "Fundbüro für Gefühle, Hoffnungen und Wünsche" ist so einiges zu entdecken, und das ist gut so. Immerhin verlieren wir im Laufe unseres Lebens nicht nur immer wieder Dinge wie einzelne Socken, Schlüssel, Brillen oder Armbänder. Wir verlieren auch viel Immaterielles, wie
  • eine Idee
  • eine Überzeugung
  • ein Gefühl
  • Träume
  • Herzen
  • verschollene Leidenschaften
  • den verflüchtigten Glauben
  • ...
Patrick Bolle und Andrea Keller haben solche "Lost & Founds" gesammelt und in einem Buch vereint.

Da gibt es Verlorengeganges wie dieses:
"Lost. World humanity! Wo haben sich Mitgefühl, gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt versteckt? Bei Hinweis bitte melden! m, 20 +"

Da gibt es Gefundenes wie dieses:
"Worte. Wort habe ich gefunden und einfach heimlich behalten. Ich finde sie sehr nützlich. ... Unglaublich, was man mit so ein paar Worten anstellen kann! m, 60 +"

Aber es gibt auch Lost und Found in einem. Da ist die 40jährige, chronisch kranke Frau, die - derzeit unheilbar - ihre Leistungsfähigkeit verloren hat. Was sie stattdessen fand: Langsamkeit, Ruhe, Geduld und eine Bewusstheit für die kleinen Momente und Augenblicke im Leben. Inzwischen bedeutet ihr das neu Gefundene (fast) mehr als das Verlorene.

Viele Menschen aus allen Generationen kommen zu Wort und das macht den größten Teil des Buches aus. Daneben gibt es immer wieder ein paar freie Zeilen, in die man eigene Such- und Fundstücke eintragen kann. Und es gibt verbindende, nachdenkliche machende Worte des Autorenteams.

Dieses Buch ist eine kleine Perle für alle, die gern tiefer schürfen.

Patrick Bolle, Andrea Keller, Guten Tag, haben Sie mein Glück gefunden? Verlag rororo 2018, Hardcover, 14 Euro.

Mittwoch, 19. September 2018

Kränze und Flower Hoops für jede Gelegenheit selber binden

Es soll Menschen geben, die mögen Kränze nicht. Für sie gehört ein Kranz zu einem Begräbnis - zu sonst nichts. Wie schade. Wir mich ist ein Kranz eher ein Zeichen von Unendlichkeit, von Vollkommenheit - etwas Schönes. Kränze selbst zu binden, auch das ist etwas Schönes. Es kann aufwändig sein, aber das muss es nicht. Es gibt Kränze, da stecken Blatt an Blatt, Blüte an Blüte. Auf dem Titel des Buches "Kranzbinderei - Flower Hoops und Kränze selbst gemacht" sind gerade einmal vier Blüten zu sehen, in unterschiedlichen Rottönen, dazu ein wenig Grün. Sieht super aus. Wenn man das Buch aufschlägt und darin blättert, findet man eine Vielfalt von Möglichkeiten und Ideen, wie:
  • kleine Kräuterkränze für die Küche
  • einen wunderschönen Blütenkranz, im Haar zu tragen, vielleicht für eine Braut
  • ein schnell gemachter Eukalyptuskranz, der, kombiniert mit weißen Kerzen, zum eleganten Adventskranz wird
  • filigrane Kränze mit Ranunkeln oder aus Hortensien, in Aquafarben
  • einen romantischen Kranz aus Schleierkraut
  • einen Kranz auf Basis eines Strickrahmens
  • oder auch nur einzelne Blüten an der Wand als Flower Wall
Man braucht nicht viel, um all diese Ideen zu verwirklichen: einen Rohling, etwas Draht, Blätter und Blüten, ein wenig Zeit. Die Erklärungen in Wort und Bild sind eindeutig und leicht nachzuvollziehen. Schön anzusehen und leicht nachzumachen.

Karin Heimberger-Preisler, Kranzbinderei - Flower Hoops und Kränze selbst gemacht, Edition Michael Fischer 2018, Hardcover, 112 Seiten, 15,99 Euro.

500 verschiedene Hoodies und Pullis aus Jersey einfach selber nähen

Ich mag Jersey. Klamotten daraus sehen immer so wunderbar leger und gleichzeitig angezogen aus. Und sie sind unschlagbar bequem. Hoodies mag ich ganz besonders. Sie sehen sportlich aus und jugendlich und irgendwie nach guter Laune. Ich glaube, ich sollte mir so ein Ding mal selber nähen. Unterstützung bekomme ich von Svenja Morbach und ihrem neuen Buch "Alles Jersey - Hoodies & Pullis Schnittteile kombinieren". Per Kombination kann man über 500 verschiedene Pullover nähen. Okay, ganz so viele brauchte ich ja nun nicht, aber ...

Bevor es mit den Modellen richtig losgeht, gibt es allerhand Theorie. Sie erfahren beispielsweise, wie Sie
  • das richtige Material finden
  • mit einer Overlockmaschine nähen  - nicht zuletzt, wie Sie das Ding richtig einfädeln
  • die für Sie passende Größe festlegen
  • Schnitte auf Ihre Figur anpassen - ich brauche immer ein wenig mehr Länge
  • richtig mit den so dekorativen Teilungsnähten umgehen
  • Jersey vor dem Nähen waschen (wobei meine Freundin Astrid empfiehlt, ihn einfach nur kräftig mit dem Bügeleisen abzudampfen, so dass er etwas eingeht)
  • Armflicken aufsetzen
  • ...
Sie finden Projekte verschiedener Schwierigkeitsgrade, von "anfängertauglich" bis hin  zu "tricky, aber auch das schaffst du!". Echt knuffig finde ich Modell "Sophia", ein Sweatkleid mit Schalkragen und angesetztem kurzem Rock. Cardigan "Antonia"  hat keine Kapuze, dafür aber einen schicken, langen Kragen. "Fee" fällt durch Trompetenärmel und die vordere Schnürung angenehm ins Auge. Und "Kirsten" ist ein Klassiker: eine Sweatjake aus Doubleface-Stoff mit Cuff-Bündchen und Reißverschluss. Nur mal so als Beispiele  ...

Hinten im Buch finden Sie einen Schnittmusterbogen mit lauter Grundschnitten, zum Herauskopieren und Kombinieren.

Svenja Morbach, Alles Jersey - über 500 Pullover nähen, Edition Michael Fischer 2018, Hardcover, 128 Seiten, 17,99 Euro.


Montag, 17. September 2018

Apollo-Mondlandung vor 50 Jahren - Texte und Grafiken über den Wettlauf zum Mond

Am 21. Juni 2019 wird es 50 Jahre her sein. Ich erinnere mich noch genau. Es war in Bayern, Chiemsee-Nähe. Mit Eltern und Geschwistern machte ich Ferien auf dem Bauernhof. Wi saßen mit den Bauersleuten in der bayerischen Wohnküche auf der Eckbank vor dem kleinen Fernsehgerät. Man hörte ungewohnte Laute, sah verwaschene Bilder. Die Aufregung war groß. Gleich würden die ersten Menschen den Mond betreten ... wow!
Inzwischen habe ich tatsächlich gehört, die ganze Mondlandung sei nur ein Fake, die Bilder seien sonstwo gedreht worden, nur  nicht auf dem Mond. Und wie sonst sei zu erklären, dass es von konkurrierenden Staaten noch keine weitere Mondlandung gegeben habe?! Doch dann lese ich, es habe danach noch fünf weitere bemannte Apollo-Mondlandungen gegeben, snsgesamt zwölf Astronauten der NASA hätten den Mond betreten.
Wieso habe ich das vergessen? Habe ich es gar nicht mitbekommen? Was soll ich dazu sagen? Ich war nicht dabei. - Was ich aber weiß, es macht Spaß, sich an diese aufgeregte Zeit zu erinnern. Zack Scott sorgt dafür, dass ich mich ein wenig besser erinnern kann.
Mit "Apollo - Der Wettlauf zum Mond" hat er ein sehr besonderes Sachbuch voller Grafiken gemacht, eine Art Bilderbuch für Nostalgiker. Okay, Text gibt es auch, aber was ins Auge fällt, sind die Grafiken, viele davon auf schwarzem Grund. Die Missionen Apollo 1 bis Apollo 17 - einschließlich der unbemannten Missionen , das Apollo-Sojus-Projekts und er Skylab-Mission werden ind Wort und Bild dargestellt - aber: Es gibt kein einziges Foto. In Steckbriefen werden die Astronauten porträtiert- auch hier: gezeichnete Porträts. Es gibt Wissenswertes und bedingt Wissenswertes, so zum Beispiel, wieviel Gewicht die einzelnen Weltraumfahrer  während ihres Einsatzes verloren haben. Oder wie viele Kilometer Stromkabel das Kommandomodul verdrahteten, dargestellt an einer sich durch gleichförmige Häuschen im Siedlungscharakter windende Straße. Jede Menge Statistiken, Fakten und Infografiken zum Mond und zum Apolloprogramm.
Ein Buch für Freaks, für Nostalgiker, für Weltraumbegeisterte, für ... Na, vielleicht gerade für Sie ...!

Zack Scott, Apollo - Der Wettlauf zum Mond, Droemer-Verlag 2018, Hardcover, 162 Seiten, 28 Euro.

Sonntag, 16. September 2018

Margot Käßmann: Lebensratgeber über schöne Aussichten auf Glück im Alter

So ganz allmählich nähere ich mich dem Rentenalter. Das ist teilweise ein gutes Gefühl - in der Hoffnung, dass die Renten ja vielleicht doch sicher sein könnten. Es ist aber auch ein besch ... Gefühl - wer ist schon gern alt?! Allzu leicht verbindet man damit die Gedanken an Falten, Krankheit, Verlust, Verzicht, Beschwerlichkeiten aller Art ... Altsein ist nichts für Feiglinge - schon klar. Solche Gedanken brauchen ein Gegengewicht.

Wie man gelassen und voller Zuversicht älter werden kann, beschreibt Margot Käßmann in ihrem neuen Buch. Der Titel: "Schöne Aussichten auf die besten Jahre". Ihre Erkenntnis: "Älterwerden und Glücklichsein schließen sich nicht aus!" Das klingt doch gut,  oder. Gleich mal reinlesen ...!

Käßner stellt sich sehr persönlich Fragen:
  • Worauf kann ich mich freuen?
  • Welche Schwierigkeiten gilt es zu meistern?
  • Was stärkt mich auf meinem Weg?
  • Wie steht es um tragende Freundschaften, um die Familie und ums Alleinsein?
  • Welche guten Gewohnheiten haben Bestand?
  • Welche Veränderungen helfen weiter?
  • Wo erlebe ich Glück, wo Scheitern?
  • Wie kann ich neu gewonnene Freiheiten genießen?
  • Wie gehe ich mit den abnehmenden Kräften um? Welche Kraftquellen nähren mich?
Das Buch steckt voller Geschichten. Käßner erzählt zum Beispiel von zwei Freundinnen, die mit deutlich älteren Männern verheiratet sind. Als beide dement werden, erleben sie sich als "verheiratete Singles". Allein lebt auch die Autorin selbst - sie macht klar, dass das heute absolut kein Stigma mehr und teilweise ausgesprochen erstrebenswert ist. Eine Stelle im Buch, die mir besonders gut gefällt: Eine ältere Teilnehmerin im Projekt Erna - Erzählende Nachbarschaft - erzählt aus ihrem Leben: "Manchmal, wenn ich durch den Garten laufe, dann möchte ich einen Handstand machen! Am Apfelbaum" Und dann fällt mir wieder ein, dass ich eine alter Frau bin ... Na ja, aber die Schaukel meiner Enkel, die kann ich noch benutzen. Kindchen, ich sag Ihnen eins - machen Sie jede Menge Handstand, solange Sie können!"

In diesem Sinne ... genießen Sie das Leben, in jedem Alter!
Die Autorin: Margot Käßmann, Jahrgang 1958, Pfarrerin im Ruhestand, Mutter von vier Töchtern, ist eine der bekanntesten kirchlichen Persönlichkeiten Deutschlands. Als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und danach gewann sie mit ihrer offenen, gradlinigen Art die Herzen vieler Menschen. Einen Ausgleich zu ihren Aufgaben findet sie beim Joggen und im Miteinander mit ihren Enkeln.

Margot Käßmann, Schöne Aussichten auf die besten Jahren, bene! Verlag 2018, Hardcover mit Schutzumschlag, 236 Seiten.

Samstag, 15. September 2018

Simplify your food - Susanne Seethalers Kochbuch für ein gutes Gewissen

Vor etlichen Jahren hielt ich zum erstenmal ein Kochbuch von Barbara Rütting in Händen. Es war ein unscheinbares Taschenbuch, aber es faszinierte mich. Meine Kinder waren klein und ich wollte gesund und so natürlich wie möglich für sie kochen und dabei genauso strahlen können, wie die Rütting es tat.

Heute sind die Kinder groß und tolle Kochbücher gibt es in Hülle und Fülle. Gesund kochen und leben möchte ich immer noch. Von Nachhaltigkeit sprach damals noch kaum jemand; heute begegnet man diesem Wort ebenso wie dem Begriff Achtsamkeit an jeder Ecke. Zu Recht, wie ich finde.

Wer heute möglichst alles richtig machen will, der kocht
  • nachhaltig
  • ökobewusst
  • gesund und
  • ohne etwas zu verschwenden
Doch welch hehrer Anspruch - geht das überhaupt? Susanne Seethaler, bekannt als Zen-Köchin, ist davon überzeugt. In ihrem Kochbuch für ein gutes Gewissen, genannt "simplify your food", beweist sie, dass wir alle unseren Teil zur Rettung der Welt beitragen können. Das Argument, der Einzelne könne doch kaum etwas tun, lässt sie nicht gelten. Sie liefert über 50 regionale Rezepte, sortiert nach Jahres- und Erntezeit, die eine "erdenfreundliche Ernährung" ein wenig leichter machen. Frau Rütting würde das Marmeladenrezept von Seethalers Großmutter ohne Gelierzucker, dafür mit 1,5 Kilo normalem Zucker, vermutlich nicht gefallen und auch sonst gibt es so einige Lieblingsrezepte aus der Kindheit der Autorin, die "obwohl ..." Aufnahme ins Kochbuch fanden. Seethalers Credo trägt dennoch durchs Buch: "Wer Werte wie Mitgefühl, Dankbarkeit und Freude in seine Küche bringt, macht nicht nur seinen Magen glücklich." Dass mit ihrem Kochbuch die Welt zu retten ist, bezweifle ich, dass es viele gute Impulse setzt, bezweifle ich nicht.

Ihr Buch garniert die Autorin mit vielfältigen Hinweisen und Geschichten, was erklärt, dass es bei rund 200 Buchseiten nur etwa 50 Rezepte gibt. Sie räumt auf mit Vorurteilen, beispielsweise zur Wirkungsweise von Superfood, denn, nur ein Beispiel: "Die geballte Ladung an Spurenelementen und Vitamin C der exotischen Gojibeere wird von Sauerkraut, Brokkoli und der Schwarzen Johannisbeere bei weitem übertroffen." Sie erzählt, dass die Strahlenbelastung in Süddeutschland auch Jahrzehnte nach Tschernobyl noch so  hoch ist, dass dort geschossene Wildtiere eigentlich als Sondermüll entsorgt werden müssten, oder dass wir mit den aneinandergereihten Plastiktüten dieser Welt die Erde zig-mal würden einwickeln können. Sie stellt uns ihre Schwester Michaela vor, die fünf Jahre lang als Sennerin arbeitete, im Morgengrauen aufstand, Gemüse auch unter erschwerten Bedingungen anbaute, das Butterfass drehte, bis ihre Muskeln brannten wie Feuer und gerade dadurch so "viel bewusster und dankbarer dem Leben gegenüber" wurde.

Susanne Seethaler, simplify your good - Denn die Rettung der Welt beginnt in der Küche, Verlag Knaur Balance 2018, Klappenbroschur, 207 Seiten, 18 Euro.