Besser spät als nie - was für ein abgerdroschener Satz? Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch wahr. Das wäre besonders schön, wenn man sich das Buch "Yoga kennt kein Alter" von Claudia Peters und Dorothea Siegert-Binder ansieht. Darin wird Geeta Yyengar, Yogalehrerstochter, zitiert. Yoga, im Alter begonnen, sei wie eine Wiedergeburt und lasse uns dem Tod gelassen entgegensehen. Das klingt gut - gerade wenn man, wie ich, keine dreißig mehr ist.
Ich habe ja nun auch so meine eigenen Erfahrungen mit Yoga gemacht, zuletzt vor zwei, drei Jahren. Ein indischer Yogalehrer kommt einmal im Jahr in unsere Stadt, um jedermann Yoga nahezubringen. Ich habe es versucht und erfahren, was nun auch bei der Lektüre dieses Buches klar werden könnte: Es zwickt ud zwackt und die Knochen knirschen. Mir brachten die Yoga-Übungen sogar so heftige Ischiasbeschwerden ein, dass ich die Sache erst einmal aufgab. - Ob ich da wohl etwas übertrieben hatte? Yoga soll ja keine Schmerzen verursachen, es soll gut tun. Wie auch immer, der Gedanke an Yoga lässt mich nicht los.
Und wenn das so ist ist, dann ist es doch prima, wenn man Yoga ohne großen Aufwand praktizieren kann, natürlich auch zu Hause. Kleine Hilfsmittel aus dem Haushalt tun da gute Dienste: Korbstuhl oder Besen, Regenschirm und Einkaufswagen, Konserven und Bücherstapel. Die liebenswerten Papierfiguren von Dorothea Siegert-Bindert zeigen, wie das geht. Texte von B. K. S. Iyengar, Frederick Leboyer, Jon Kabat-Zinn, Carola Vahldiek, Isabella Schneider, Doris Bewernitz und Claudia Peters inspirieren. Claudia Peters, Jahrgang 1968, die seit ihrer Jugend Hatha Yoga betreibt, hat das Buch zusammengestellt.
Claudia Peters und Dorothea Siegert-Binder, Yoga kennt kein Alter, Format 16 x 19 cm, 64 Seiten, 15 Euro, Verlag am Eschbach 2018.
Ich liebe Bücher - deshalb schreibe ich hier mit Vergnügen darüber. Meine Präferenzen: Kreativität, Psychologie, Gesundheit, Lebenshilfe, Spiritualität.
Dienstag, 30. Januar 2018
Montag, 29. Januar 2018
Trennung vom geliebten Mann - ein Glücksfall?
Das Thema Trennung ist auch mir persönlich nicht fremd. Wen wundert's, wird doch jede dritte Ehe geschieden. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es in den meisten Fällen enorm schmerzhaft ist zu erkennen, dass der Liebes- und Lebenspartner das Leben nicht länger mit einem teilen will. Das hat auch Bestsellerautorin Marie Matisek erlebt. Die Verfasserin heiter beschwingter Romane, wie "Sonnensegeln" oder "Mirabellensommer", gewährt in ihrem neuen Buch "Frau gönnt sich ja sonst nichts" erstmals tiefe Einblicke in ihr Privatleben. Der Untertitel des Buches spricht für sich: "Wie sich die Trennung von meinem Mann unverhofft als Glücksfall erwies".
Kurz vor ihrem 50. Geburtstag zu erfahren, dass der Mann und Vater der Kinder eine Freundin hat, mit der er künftig zusammen leben will, das klingt zunächst gar nicht nach Glück. Und so geht auch die Autorin durch ein Tal der Tränen, allerdings nicht allzu lange. Schon bald stellt sie zu ihrem eigenen Erstaunen fest, dass das Single-Sein enorme Vorteile haben kann. Da beinahe zeitgleich auch die Tochter auszieht, wird aus der vierköpfigen Familie fast über Nacht eine Mutter-Sohn-Fraktion. Die Hälfte der Arbeit ist weg - prima! Freundinnen geben ihren Senf zur Situation, teilen aber auch die eigenen Erlebnisse und den eigenen Frust. Eine Reise nach Bali lockt, um auf Sinnsuche zu gehen. Nebenher gibt es reichlich Rückblenden, die uns eintauchen lassen in das nun vergangene, häufig glückliche Familienleben. Der Ungetreue, so merkt man bald, ist kein schlechter Kerl. Und es sieht auch nicht so aus, als sei die Liebe zwischen den beiden ganz vorbei.
Mehr soll hier nicht verraten werden. "Frau gönnt sich ja sonst nichts" ist eine teils vergnügliche, teils wehmütige Lektüre, bei der man Seite um Seite verschlingt. Bei der man mit IHR fühlt. Und auch mit IHM. - Wen wundert's, gehören doch immer zwei dazu ...! Zum Unglück wie zum Glück.
Marie Matisek, Frau gönnt sich ja sonst nichts, Knaur-Verlag 2018, Paperback, 200 Seiten, 12,99 Euro.
Kurz vor ihrem 50. Geburtstag zu erfahren, dass der Mann und Vater der Kinder eine Freundin hat, mit der er künftig zusammen leben will, das klingt zunächst gar nicht nach Glück. Und so geht auch die Autorin durch ein Tal der Tränen, allerdings nicht allzu lange. Schon bald stellt sie zu ihrem eigenen Erstaunen fest, dass das Single-Sein enorme Vorteile haben kann. Da beinahe zeitgleich auch die Tochter auszieht, wird aus der vierköpfigen Familie fast über Nacht eine Mutter-Sohn-Fraktion. Die Hälfte der Arbeit ist weg - prima! Freundinnen geben ihren Senf zur Situation, teilen aber auch die eigenen Erlebnisse und den eigenen Frust. Eine Reise nach Bali lockt, um auf Sinnsuche zu gehen. Nebenher gibt es reichlich Rückblenden, die uns eintauchen lassen in das nun vergangene, häufig glückliche Familienleben. Der Ungetreue, so merkt man bald, ist kein schlechter Kerl. Und es sieht auch nicht so aus, als sei die Liebe zwischen den beiden ganz vorbei.
Mehr soll hier nicht verraten werden. "Frau gönnt sich ja sonst nichts" ist eine teils vergnügliche, teils wehmütige Lektüre, bei der man Seite um Seite verschlingt. Bei der man mit IHR fühlt. Und auch mit IHM. - Wen wundert's, gehören doch immer zwei dazu ...! Zum Unglück wie zum Glück.
Marie Matisek, Frau gönnt sich ja sonst nichts, Knaur-Verlag 2018, Paperback, 200 Seiten, 12,99 Euro.
Sonntag, 24. Dezember 2017
Weihnachtslaune - ein Weihnachtsmärchen von Sigrid Ruth Stephenson
Ausnahmsweise gibt es an dieser Stelle einmal keine Buchrezension, sondern ein Weihnachtsmärchen aus eigener Feder, verbunden mit den besten Wünschen für ein schönes Weihnachtsfest!
Herzliche Grüße
Ihre Sigrid Stephenson
Herzliche Grüße
Ihre Sigrid Stephenson
Weihnachtslaune
Copyright Sigrid Ruth Stephenson
Es war einmal eine Stadt,
nicht groß und nicht klein, die lag geborgen
im Land zwischen den Meeren im schönsten Bundesland der Welt. Von zwei Flüssen
wurde die Stadt durchzogen, der Gute und der Laune. Und weil das so war, nannte
man sie die Gute-Laune-Stadt. „Wir wollen nirgends anders leben“, sagten die
Menschen, die dort wohnten. Und die, die etwas anderes dachten, behielten es
für sich.
Jedes Jahr um die
Weihnachtszeit wurde ein großer Baum auf dem Marktplatz aufgestellt. Erst war er
dunkel, aber an einem bestimmten Tag tauchten wie aus dem Nichts viele, viele
Kinder mit ihren Eltern auf, um Licht in die Zweige zu bringen. Eine überaus gut
gelaunte Tanzlehrerin setzte das Mikrofon an die Lippen und forderte die Kinder
auf, kräftig zu tanzen, um Strom zu erzeugen. Das taten die Kinder, aber der
Baum blieb dunkel. „Mehr!“ rief die Lehrerin. „Ihr müsst fester tanzen! Zeigt
mir eure Weihnachtslaune!“ Das taten die Kinder. Und plötzlich wurde es ganz
wunderbar hell – im Baum und in den Herzen der Menschen. Auch deren Ohren ging
es gut, denn eine Band in prächtigen Gewändern machte wundervolle Musik mit
Trommeln und Schellen und allerlei mehr. Schon fingen die großen Leute an, Punsch
zu trinken und fröhlich Bratwürste mit den kleinen Leuten zu teilen. Alle
redeten miteinander und bekamen bei alldem einfach schrecklich gute Laune.
Plötzlich jedoch fing ein
Kind an zu weinen. „Der Weihnachtsmann! Wir haben vergessen, den Weihnachtsmann
zu wecken!“
„Oh Gott, ja ...!“
Im Nu war die Aufregung
groß, denn der Weihnachtsmann schlief gewöhnlich so tief, dass er Weihnachten
verschlafen könnte. Aber wo war er überhaupt? Zum Glück wussten alle, was zu
tun war. Ein Feuerwehrmann schwenkte so lange den Suchscheinwerfer über die
Hausfassaden und die Kinder riefen so laut nach dem Weihnachtsmann und die Band
in den prächtigen Gewändern spielte so lange „Nikolaus, komm in unser Haus“, bis
sie ihn endlich gefunden hatten, den Heiligen Mann. „Da oben! Da oben ist
er!!!“
In seinem roten Mantel
mit dem breiten schwarzen Gürtel stand er rundbäuchig allein an einem Fenster
und sah hinab. Dann winkte er. Fröhlich sah er nicht aus. Eigentlich geradezu
übellaunig. Als sei ihm ein Heer von Weihnachtsläusen über die Leber gelaufen.
„Seht ihr das nicht? Der
Weihnachtsmann braucht Hilfe“, rief ein alter Mann aufgeregt und schwenkte
seinen Stock. „Ihr müsst ihn retten, sonst findet er uns nicht ...!“
Schnell fuhr ein
Feuerwehrmann im Leiterkorb nach oben, half dem Weihnachtsmann hinein und fuhr
mit ihm hinab.
„Hohohoho!“ rief der Heilige
Mann gähnend und reckte sich. „Wo zum Teuf..., eh, um Himmels willen bin ich
hier? Ich muss wohl eingeschlafen sein. Jetzt weiß ich gar nicht, wo ich bin. Weiß
nicht mal mehr, wie ich heiße ...!“
„Auf der Erde bist du, du
Dummi!“ rief ein kleiner Junge mit roten Borstenhaaren.
„Du bist der
Weihnachtsmann, das sieht man doch!“ schrie ein nicht mehr ganz so kleines schwarzhaariges
Mädchen mit einem Silberring in der Nase.
„Du bist zu spät dran!“
wetterte eine Hochtoupierte und stemmte die Hände in die Hüften.
Der Weihnachtsmann, der seine
Weihnachtslaune plötzlich wiedergefunden hatte, lachte. „Auf der Erde? Das freut mich aber. Muss ja dringend die ganzen Bestellscheine
für die Himmelswerkstatt einsammeln. - Habt ihr eure Wunschzettel dabei,
Kinder?“
„Jaaa!!!“ Viele, viele Hände
reckten bunt bemalte Zettel in die Höhe.
„Und was ist mir dir?“
Der Weihnachtsmann zeigte auf ein kleines, blondes, dünnes, blasses, ein
bisschen traurig aussehendes Mädchen, das weit vorn und doch ein wenig abseits
stand.
„Ich hab‘ keinen.“
„Du hast keinen? - Wünschst du dir denn nichts?“
„Doch. Ein Tier. Aber ich
kriege keine Geschenke und außerdem haben wir keinen Platz.“
„Aber alle Kinder
bekommen Geschenke zu Weihnachten.“
„Ich aber nicht“, beharrte
das Mädchen. „Meine Eltern haben Wichtigeres zu bezahlen und dich gibt es
sowieso nicht.“
„Was? Wie? Mich gibt es
nicht? Na, dann komm mal näher...“ Der Heilige Mann ließ sich ächzend auf den
goldenen Stuhl fallen, den man ihm hingestellt hatte.
Das Mädchen zog die
Schultern hoch. Es sah ängstlich aus. Aber neugierig war es auch und so machte
es einen Schritt nach vorn. „Ich helfe dir“, sagte der Bürgermeister, packte es
um die Taille und hob es auf die Bühne.
„Und wie heißt du?“ Der Rotmantelige
zog das Mädchen auf seinen Schoß.
„Chantal Yvonne Meier“,
flüsterte das Mädchen.
„Lauter bitte. Ich hör
nicht mehr so gut ...!“
„Chantal Yvonne Meier!“
rief das Mädchen nun laut und es klang fast ein bisschen trotzig.
Einige Menschen lachten
hinter vorgehaltener Hand. Der Weihnachtsmann hob tadelnd die Brauen.
„Das ist aber ein schöner
Name. Und in welcher Stadt bin ich hier, Chantal? Steht eure Stadt auf meiner
Liste, nehme ich eure Wunschzettel mit. - Und du darfst schnell noch einen
schreiben, ja?“
Chantal wand sich auf dem
Schoß des Weihnachtsmanns. „Lass mich!!“ Vorsichtig stellte er sie auf die
Füße.
„Nun sag schon, wo bin
ich?“ Chantal kämpfte sichtlich mit den Tränen und schwieg.
„Du bist in der
Gute-Laune-Stadt!“ riefen die großen und die kleinen Leute, lachten und
klatschten in die Hände.
„Gute-Laune-Stadt? Nie
gehört ...!“ Der Weihnachtsmann blätterte in seiner Liste. „Gute Laune, gute
Laune ... Nicht zu finden. Ich höre jetzt immer nur von schlechter Laune. Von Hetze
und zu vielen Keksen. Von Ärger über Weihnachtsgans-Preise und das Gedrängel in
den Geschäften. Von zu viel Arbeit und Unfrieden in den Familien.“ Das Gesicht des
Weihnachtsmanns war rot wie sein Mantel geworden. „Nur wegen des verdammten Ärgers
brauchen die Menschen in den Schlechte-Laune-Städten Geschenke – sie brauchen
Trost!“ Er zog eine silberne Brille heraus und sah noch einmal nach. „Es hilft
nichts. Eure Stadt steht hier nicht.“ Dann stieß er einen Pfiff aus. Im Nu
landete ein Schlitten mit sechs Rentieren genau vor seinen Füßen. „Ich muss
weiter. Tut mir Leid!“
„Nein, bitte nicht!“
schrien die Kinder. „Wir brauchen doch auch Geschenke!!!“
„Aber das kann nicht sein.
Ihr seid ja schon glücklich. Immer gute Laune in der ganzen Stadt. Das ist doch
einfach wunderbar. Auf Wiedersehn! - Hohohoho!“
Schon eilte der
Bürgermeister auf die Bühne, entriss der Tanzlehrerin das Mikrofon und rief: „Halt,
Stop, heiliger Mann! - Weihnachten ohne Geschenke, das geht gar nicht! Außerdem,
eh, gibt es sogar bei uns nicht ganz so gut gelaunte, eh, also ... “
Der Weihnachtsmann
kratzte sich am Bart. „Nun ja, ich sehe ein“, er blickte Chantal an, „dass es auch
hier Menschen gibt, denen es nicht ganz so gut geht. Die haben vielleicht Grund
zu ein bisschen schlechterer Laune.“
Der Bürgermeister warf
sich in die Brust. „Aber die vergessen wir nicht. Wir kümmern uns um sie. So
viele Vereine und Verbände und Privatpersonen ...“
„Das ist gut, sehr gut
ist das!“ lobte der Weihnachtsmann.
„Aber es scheint noch nicht genug zu sein. Ein kleines Mädchen, das
nicht mehr an Geschenke glaubt. Tz, tz, tz ... - Vielleicht sollte ich im
Himmelsbüro darum bitten, dass Kinder wie Chantal auf die Liste gesetzt werden.
Die bekommen dann Trost-Geschenke, nur die anderen nicht.“
Einige Kinder begannen zu
heulen und die Erwachsenen sahen einander betroffen an. „Ich will aber diesen Ring
haben“, raunte eine junge Frau ihrem Mann zu und küsste ihn auf die Wange. „Ich
brauche aber dieses Smartphone! Alle in meiner Klasse haben so eines!“ rief ein
Junge in schick bedruckter Jacke. „Weihnachten ohne Geschenke ist mega-blöd!“
rief ein krausköpfiger Jugendlicher.
Der Weihnachtsmann
massierte sich das Kinn. „Was soll ich denn jetzt tun? – Ich kann doch nicht
alles für euch regeln. Lasst euch mal selbst was einfallen!“
Ein großes Gemurmel
setzte ein. Alle redeten durcheinander, überlegten dieses und schlugen jenes
vor. Endlich trat einer als Sprecher nach vorn. „Es gibt hier eine Familie, die
Chantal gern mal zum Pony-Reiten einladen würde“, sagte er. Chantal hob den
Blick. „Ich habe einen jungen Hund, der würde sich freuen, wenn Chantal mit ihm
spazieren ginge“, sagte eine alte Dame mit einem weißen Fellknäuel auf dem Arm.
Chantal riss die Augen auf. „Und ich zeige für Chantal und alle ihre Freunde
und Freundinnen ‚Susi und Strolch‘ im Kino – kostenlos!“ sagte ein Mann, der
sehr freundlich aussah. Jetzt lächelte Chantal. Geradezu strahlend. In der Tat:
Sie sah plötzlich ausgesprochen gut gelaunt aus - und passte endlich in ihre
Stadt.
„Hohohoho“, sagte der
Weihnachtsmann, „hab ich’s doch gewusst.“ Winkend flog er davon.
Die großen und kleinen
Leute sahen ihm ein wenig ratlos nach. Aber dann fiel ihnen ein, dass die
Weihnachtsfreude eigentlich noch viel wichtiger war als die Geschenke. Und dass
Freude, die man anderen gibt, ins eigene Herz zurückkehrt. Und wer weiß,
vielleicht würde der Weihnachtsmann ihre Stadt ja doch noch auf die Liste
setzen.
Der Weihnachtsmann flog
derweil sinnend durch den Himmel. Vielleicht sollte ich die Gute-Laune-Stadt
doch auf die Liste setzen lassen, überlegte er. Gut möglich, dass ich es tue. Sehr
gut möglich. Hoho! Ho! Ho!
.
Dienstag, 12. Dezember 2017
Yukon - Abenteuerreise von Joey Kelly und Lindemann über einen grimmigen Strom
Es ist ein ziemlich besonderes (Weihnachts-)Geschenk für Fans von Joey Kelly und Till Lindemann. Es ist wahrscheinlich besonders ein Buch für männliche Leser - aber nicht nur. Es ist auch etwas für Liebhaber nordamerikanischer Wildnis und des Flusses Yukon: das Buch "mein gehasster Freund Yukon".
Was zuerst ins Auge sticht, ist das große Format des Bandes. Dann fällt das Motiv auf: zwei Männer, einer auf der Schulter des anderen sitzend und sich zugleich an einem Pfahl festhaltend, in grauem Gewässer unter blau-grau-weißem-Himmel. Die Männer tragen Klamotten in Tarnfarben. Sie sehen ein bisschen aus wie Männer, die Abenteurer sein könnten und zugleich auch nur die netten Kerle von nebenan. Männer, die berühmte Musiker sind, denn Till Lindemann ist Sänger und Texter von "Rammstein" und Joey Kelly ist Bandmitglied der legendären "Kelly Family". Die beiden lernten einander bei einer Award-Verleihung backstage kennen und freundeten sich an, obwohl sie rein musikalisch so gar nicht zusammen passen. Dafür sind beide mehr als sportlich. Kelly ist Extremsportler, den "selbst ein Wettlauf zum Südpol nicht schreckt" und zu dessen Lieblingsreisezielen der Yukon gehört, Lindehamm hat seine Jugend als DDR-Profischwimmer im Schwimmbecken verbracht. Die beiden besuchten einander vier-, fünfmal im Jahr und beschlossen eines Tages, gemeinsam zu verreisen. Ein All-inclusive-Urlaub kam natürlich nicht in Betracht. Stattdessen eine echte Herausforderung, eine Kanureise auf dem Yukon, der Kanada und Alaska miteinander verbindet. Eine Reise, die die beiden an ihr körperliches Limit führte, zu mentaler Grenzerfahrung und schlussendlich auch zu "Demut im Angesicht der Unbezwingbarkeit der Natur."
Ein Bildband mit gigantischen, oft doppelseitigen Bildern, die so großformatig sind, dass man sie nicht mit einem Blick erfassen kann, sondern von links nach rechts oder umgekehrt mit den Blicken darüber hinwegwandern muss. Bilder, in die man eintauchen möchte. Wirklich atemberaubende Landschaftsfotografie von Thomas Stachelhaus. Geeignet für Menschen, die Abenteuerromantik und raue Natur lieben und auch vor Fotos von toten Fischen und Elchen nicht zurückschrecken. Dazu beschreibende Texte, in Interview-Form, und lyrische Texte - in Deutsch oder Englisch - von Lindemann, der bereits zwei sehr erfolgreiche Gedichtbände veröffentlichte.
Die Autoren:
Kelly/Lindemann, Mein gehasster Freund Yukon, Verlag National Geographic 2017, 192 Seiten, ca. 120 Abbildungen, Format 38,5 x 29,7 cm, 79 Euro.
Was zuerst ins Auge sticht, ist das große Format des Bandes. Dann fällt das Motiv auf: zwei Männer, einer auf der Schulter des anderen sitzend und sich zugleich an einem Pfahl festhaltend, in grauem Gewässer unter blau-grau-weißem-Himmel. Die Männer tragen Klamotten in Tarnfarben. Sie sehen ein bisschen aus wie Männer, die Abenteurer sein könnten und zugleich auch nur die netten Kerle von nebenan. Männer, die berühmte Musiker sind, denn Till Lindemann ist Sänger und Texter von "Rammstein" und Joey Kelly ist Bandmitglied der legendären "Kelly Family". Die beiden lernten einander bei einer Award-Verleihung backstage kennen und freundeten sich an, obwohl sie rein musikalisch so gar nicht zusammen passen. Dafür sind beide mehr als sportlich. Kelly ist Extremsportler, den "selbst ein Wettlauf zum Südpol nicht schreckt" und zu dessen Lieblingsreisezielen der Yukon gehört, Lindehamm hat seine Jugend als DDR-Profischwimmer im Schwimmbecken verbracht. Die beiden besuchten einander vier-, fünfmal im Jahr und beschlossen eines Tages, gemeinsam zu verreisen. Ein All-inclusive-Urlaub kam natürlich nicht in Betracht. Stattdessen eine echte Herausforderung, eine Kanureise auf dem Yukon, der Kanada und Alaska miteinander verbindet. Eine Reise, die die beiden an ihr körperliches Limit führte, zu mentaler Grenzerfahrung und schlussendlich auch zu "Demut im Angesicht der Unbezwingbarkeit der Natur."
Ein Bildband mit gigantischen, oft doppelseitigen Bildern, die so großformatig sind, dass man sie nicht mit einem Blick erfassen kann, sondern von links nach rechts oder umgekehrt mit den Blicken darüber hinwegwandern muss. Bilder, in die man eintauchen möchte. Wirklich atemberaubende Landschaftsfotografie von Thomas Stachelhaus. Geeignet für Menschen, die Abenteuerromantik und raue Natur lieben und auch vor Fotos von toten Fischen und Elchen nicht zurückschrecken. Dazu beschreibende Texte, in Interview-Form, und lyrische Texte - in Deutsch oder Englisch - von Lindemann, der bereits zwei sehr erfolgreiche Gedichtbände veröffentlichte.
Die Autoren:
- Till Lindemann, Jahrgang 1963, geboren in Leipzig, ehemaliger Leistungsschwimmeer, Tischler, Zimmermann und Korbflechter, seit 1994 Sänger und Texter der Band "Rammstein".
- Joey Kelly, Jahrgang 1972, Mitglied der "Kelly Family" mit heute über 20 Millionen verkauften Tonträgern. Ausdauersportler mit über 100 Marathons und Ultra-Wettkämpfen weltweit.
Kelly/Lindemann, Mein gehasster Freund Yukon, Verlag National Geographic 2017, 192 Seiten, ca. 120 Abbildungen, Format 38,5 x 29,7 cm, 79 Euro.
Samstag, 2. Dezember 2017
Sadhguru: Die Weisheit eines Yogi und die Botschaft des Yoga
"Da war irgend so'n Guru!" - Na, wie klingt das? Wertschätzend nicht, oder? Dabei wissen viele Menschen - war bei mir bis vor kurzem nicht anders - gar nicht, was Guru überhaupt bedeutet. Wörtlich übersetzt ist ein Guru, so Sadhguru, der Verfasser des Buches "Die Weisheit eines Yogi", "der die Dunkelheit zerstört". Ein Sadhguru ist jemand, der die universelle Wahrheit (Sat - was nichts mit dem Fernsehsender zu tun hat!) verkörpert. In seinem Buch präsentiert der Autor mit den warmen braunen Augen die Essenz seiner Lehre und seiner Lebenserfahrung. Tiefgründig, spannend und unterhaltsam erklärt er die Botschaft des Yoga. Auch hier konnte ich Neues lernen.Yoga - das ist doch diese heute so weit verbreitete Entspannungsmethode, bei der man die abenteuerlichsten Verrenkungen macht, Asanas genannt - dachte ich. Ist nicht völlig falsch, trifft es aber auch nicht. Denn Yoga, so lerne ich nun, ist ein Instrument, um Situationen genau so zu erschaffen, wie ich sie haben will. Tatsächlich? Darüber muss ich mehr wissen ...!
Alles begann für Jaggi Vasudev während eines Motorradtrips durch Indien. Dort machte er auf einem Berggipfel die radikalste innere Erfahrung seines Lebens. Als ich davon lesen, fällt es mir, ehrlich gesagt schwer, das zu glauben. Auch als ich davon lese, dass Sadguru die meiste Zeit seiner Schulzeit meditierend auf einem Baum oder so verbracht hat, frage ich mich ernsthaft, wie er es geschafft haben kann, den Highschoolabschluss zu schaffen und zu studieren. Aber Indien ist nun einmal anders. Und wahrscheinlich habe ich in Wirklichkeit sowieso keine Ahnung ...
Spannende Berichte seines persönlichen Lebenswegs und über die Erfahrungen anderer bedeutender Yogis prägen das vorliegende Buch. Nicht zuletzt schreibt Sadguru über den menschlichen Geist und das, was wir derzeit aus ihm machen: "Wieso ist dieses so wunderbare Instrument zu einer Maschine geworden, die Elend produziert?" Das könnte kaum passieren, würde man bedenken, dass der Geist viele Dimensionen hat, die logische, intellektuelle nur eine davon ist und die emotionale, spirituelle niemals außer Acht gelassen werden sollte.
Der Autor: Sadhguru Jaggi Vasudev ist als Vermittler eines ganzheitlichen und spirituellen Bewusstseins international anerkannt. Er trat als Redner bei den Vereinten Nationen, dem Weltwirtschaftsforum und dem MIT auf und sprach vor dem House of Lords. Viele bekannte Lehrer wurden von ihm beeinflusst. Er ist Gründer der Isha-Stifung zur Verbreitung eines modernen Yoga mit vielen Praxiszentren weltweit.
Sadhguru, Die Weisheit eines Yogi - Wie innere Veränderungn wirklich möglich ist, Verlag O. W. Barth 2017, gebunden mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 19,99 Euro.
Alles begann für Jaggi Vasudev während eines Motorradtrips durch Indien. Dort machte er auf einem Berggipfel die radikalste innere Erfahrung seines Lebens. Als ich davon lesen, fällt es mir, ehrlich gesagt schwer, das zu glauben. Auch als ich davon lese, dass Sadguru die meiste Zeit seiner Schulzeit meditierend auf einem Baum oder so verbracht hat, frage ich mich ernsthaft, wie er es geschafft haben kann, den Highschoolabschluss zu schaffen und zu studieren. Aber Indien ist nun einmal anders. Und wahrscheinlich habe ich in Wirklichkeit sowieso keine Ahnung ...
Spannende Berichte seines persönlichen Lebenswegs und über die Erfahrungen anderer bedeutender Yogis prägen das vorliegende Buch. Nicht zuletzt schreibt Sadguru über den menschlichen Geist und das, was wir derzeit aus ihm machen: "Wieso ist dieses so wunderbare Instrument zu einer Maschine geworden, die Elend produziert?" Das könnte kaum passieren, würde man bedenken, dass der Geist viele Dimensionen hat, die logische, intellektuelle nur eine davon ist und die emotionale, spirituelle niemals außer Acht gelassen werden sollte.
Der Autor: Sadhguru Jaggi Vasudev ist als Vermittler eines ganzheitlichen und spirituellen Bewusstseins international anerkannt. Er trat als Redner bei den Vereinten Nationen, dem Weltwirtschaftsforum und dem MIT auf und sprach vor dem House of Lords. Viele bekannte Lehrer wurden von ihm beeinflusst. Er ist Gründer der Isha-Stifung zur Verbreitung eines modernen Yoga mit vielen Praxiszentren weltweit.
Sadhguru, Die Weisheit eines Yogi - Wie innere Veränderungn wirklich möglich ist, Verlag O. W. Barth 2017, gebunden mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 19,99 Euro.
Freitag, 1. Dezember 2017
Preusker: Berührender SMS-Wechsel eines Abschieds von einer sterbenden, krebskranken Freundin
Es macht mich traurig und betroffen, dass Susanne Preusker vor wenigen Tagen freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Das habe ich nicht ahnen können, als ich kürzlich ihr letztes Buch rezensierte:
Der Tod gehört zum Leben. Jemand brachte es kürzlich so auf den Punkt: "Eigentlich sterben wir vom Augenblick unserer Geburt an." Kein schöner Gedanke, oder? Dass wir alle irgendwann sterben müssen, ist immerhin gerecht. Dass manche eher gehen müssen und oft viel zu früh, ist es nicht. Ein Schicksal, dass die Sterbenden und die, die zurückbleiben müssen, zunächst in tiefe Traurigkeit stürzen kann und in den meisten Fällen auch wird.
Traurig sind auch Tine und Gabi. Tine ist Anfang 50, als die längst besiegt geglaubte Krebserkrankung sie einholt. Ihre Freundin Gabi begleitet sie auf ihrem letzten Weg. Auf der Basis von Original-SMS, die die beiden einander gesendet haben, erzählt Susanne Preusker die wahre Geschichte einer intensiven Freundschaft. Um ihre Trauer zu verarbeiten, fährt Gabi nach Tines Tod damit fort, sehr private Nachrichten an deren Nummer zu senden. Sie kann nicht ahnen, dass diese Nachrichten von einem unbekannten Mann gelesen werden, der Tines Handynummer zufällig übernommen hat. Berührende Texte von Susanne Preusker ergänzen die fragmentarisch wirkenden SMS-Abdrucke. SMS, die sich lesen wie diese;
"Gabi: Schlafe gut, meine Liebe, und eine Nacht mit viel Scheisserei und einen morgen mit der Diagnose, dass du nach Hause kannst und einen Tag ohne irgendwelche Probleme. Ich leide mit dir und bin bei dir. Ich habe dich so lieb und fühle dich von mir behütet. Ich wünschte, ich kann mehr für dich tun. Deine Gabi"
Und das Fazit? "Tine gehen zu sehen, schmerzt. Aber am Ende bleibt Gabi mit Hoffnung, Liebe und Lust am Leben zurück." Mein persönliches Fazit: Auch ich könnte in die Lage kommen, dankbar zu sein zu müssen und zu wollen für einen einzigen Tagen ohne irgendwelche Probleme. Okay, die gibt es eh kaum, wenn man ehrlich ist. Aber sie sind vergleichsweise klein, Jammern auf hohem Niveau. Genießen wir also unsere Zeit ...!
Die Autorin: Susanne Preusker ist Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin. In die Schlagzeilen geriet sie, als sie sieben Stunden lang in die Gewalt eines Sexualstraftäters kam, den sie zuor ier Jahre lang therapiert hat. Sie lebt als Autorin von Sachbüchern und Krimis in Magdeburg. Ihre Bücher "Sieben Stunden im April" und "Wenn das Glück mit dem Schwanz wedelt" sind, ebenso wie "Ich schreib dir einfach weiter", bei Patmos erschienen.
Susanne Preusker, Ich schreib dir einfach weiter - SMS eines Abschieds, 106 Seiten, Patmos-Verlag 2017, Hardcover mit Schutzumschlag, 16 Euro.
*
Der Tod gehört zum Leben. Jemand brachte es kürzlich so auf den Punkt: "Eigentlich sterben wir vom Augenblick unserer Geburt an." Kein schöner Gedanke, oder? Dass wir alle irgendwann sterben müssen, ist immerhin gerecht. Dass manche eher gehen müssen und oft viel zu früh, ist es nicht. Ein Schicksal, dass die Sterbenden und die, die zurückbleiben müssen, zunächst in tiefe Traurigkeit stürzen kann und in den meisten Fällen auch wird.
Traurig sind auch Tine und Gabi. Tine ist Anfang 50, als die längst besiegt geglaubte Krebserkrankung sie einholt. Ihre Freundin Gabi begleitet sie auf ihrem letzten Weg. Auf der Basis von Original-SMS, die die beiden einander gesendet haben, erzählt Susanne Preusker die wahre Geschichte einer intensiven Freundschaft. Um ihre Trauer zu verarbeiten, fährt Gabi nach Tines Tod damit fort, sehr private Nachrichten an deren Nummer zu senden. Sie kann nicht ahnen, dass diese Nachrichten von einem unbekannten Mann gelesen werden, der Tines Handynummer zufällig übernommen hat. Berührende Texte von Susanne Preusker ergänzen die fragmentarisch wirkenden SMS-Abdrucke. SMS, die sich lesen wie diese;
"Gabi: Schlafe gut, meine Liebe, und eine Nacht mit viel Scheisserei und einen morgen mit der Diagnose, dass du nach Hause kannst und einen Tag ohne irgendwelche Probleme. Ich leide mit dir und bin bei dir. Ich habe dich so lieb und fühle dich von mir behütet. Ich wünschte, ich kann mehr für dich tun. Deine Gabi"
Und das Fazit? "Tine gehen zu sehen, schmerzt. Aber am Ende bleibt Gabi mit Hoffnung, Liebe und Lust am Leben zurück." Mein persönliches Fazit: Auch ich könnte in die Lage kommen, dankbar zu sein zu müssen und zu wollen für einen einzigen Tagen ohne irgendwelche Probleme. Okay, die gibt es eh kaum, wenn man ehrlich ist. Aber sie sind vergleichsweise klein, Jammern auf hohem Niveau. Genießen wir also unsere Zeit ...!
Die Autorin: Susanne Preusker ist Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin. In die Schlagzeilen geriet sie, als sie sieben Stunden lang in die Gewalt eines Sexualstraftäters kam, den sie zuor ier Jahre lang therapiert hat. Sie lebt als Autorin von Sachbüchern und Krimis in Magdeburg. Ihre Bücher "Sieben Stunden im April" und "Wenn das Glück mit dem Schwanz wedelt" sind, ebenso wie "Ich schreib dir einfach weiter", bei Patmos erschienen.
Susanne Preusker, Ich schreib dir einfach weiter - SMS eines Abschieds, 106 Seiten, Patmos-Verlag 2017, Hardcover mit Schutzumschlag, 16 Euro.
Mittwoch, 29. November 2017
Lebensfreude entdecken mit einem liebevollen Begleiter auf der Entdeckungsreise zu sich selbst
"Entdecke dich selbst und finde dein Gück - Das kleine Buch für mehr Lebensfreude". Na, wenn dieses Büchlein von Diana Hochgräfe nicht ideal ist für meinen "Bücher-für-mehr-Lebensfreude"-Blog ...! Es ist ein schmaler Band. Auf dem Cover tut ein Schmetterling sich gütlich an einer gelben Blüte, die im Sonnenlicht leuchtet. Darunter der Titel: gelbe Schrift auf pinkfarbenem Untergrund. Das Buch lädt dazu ein, die eigenen Fesseln zu sprengen, sich von Begrenzungen zu befreien und das zu tun, was uns glücklich macht. Wenn ich nur wüsste, was genau das ist ...! Okay, dann begebe ich mich also mal auf eine kleine Entdeckungsreise zu mir selbst und schlage das Büchlein auf.
Unsystematisch, wie ich zuweilen bin, beginne ich mit dem Nachwort. Da schreibt die Autorin: "Ich war jahrelang auf der Suche, wusste jedoch nicht wirklich, wonach." Das kommt mir bekannt vor. Auch, was dann folgt: sich abhängig zu machen von der Meinung und dem Verhalten anderer Menschen, in Partnerschaften die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, sich verbiegen zu lassen ... Stattdessen vertraut Diana Hochgräfe heute darauf, dass alles, was geschieht, ihrem Besten dient und dem Wohle aller Beteiligten. - Das gefällt mir.
Also schlage ich die "kleine Anleitung zum Glücklichsein" nun ganz vorn auf. Da wartet schon wieder ein Schmetterling auf mich, als pinkfarbene Grafik dieses Mal. Und auch die Blüte zeigt sich, eine Seite weiter, erneut. Die beiden servieren mir Weisheiten, wie
Natürlich gibt es etliche Bücher, die sich bereits mit dieser Thematik beschäftigen. Schön am vorliegenden Werk, als Weihnachtsgeschenk prima geeignet, sind
Unsystematisch, wie ich zuweilen bin, beginne ich mit dem Nachwort. Da schreibt die Autorin: "Ich war jahrelang auf der Suche, wusste jedoch nicht wirklich, wonach." Das kommt mir bekannt vor. Auch, was dann folgt: sich abhängig zu machen von der Meinung und dem Verhalten anderer Menschen, in Partnerschaften die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, sich verbiegen zu lassen ... Stattdessen vertraut Diana Hochgräfe heute darauf, dass alles, was geschieht, ihrem Besten dient und dem Wohle aller Beteiligten. - Das gefällt mir.
Also schlage ich die "kleine Anleitung zum Glücklichsein" nun ganz vorn auf. Da wartet schon wieder ein Schmetterling auf mich, als pinkfarbene Grafik dieses Mal. Und auch die Blüte zeigt sich, eine Seite weiter, erneut. Die beiden servieren mir Weisheiten, wie
- Lebe, liebe, lache - genieße den Augenblick (weil jede Stunde kostbar und jede Minute einzigartig ist)
- Sei mutig und glaube an dich (denn beim Sprung ins Ungewisse könne man letztlich nur gewinnen - an Selbstvertrauen, Erfahrungen, Erkenntnissen ...)
- Übe dich in Gelassenheit (statt dich immer wieder selbst unter Druck zu setzen)
- Bewerte und verurteile nicht (dann kann man sich - wie erleichternd! - ums eigene Wohlbefinden kümmern, statt sich über Dinge, Situationen oder andere Menschen den Kopf zu zerbrechen
- Sei einfach glücklich (auf ganz eigene Art und Weise)
- ...
Natürlich gibt es etliche Bücher, die sich bereits mit dieser Thematik beschäftigen. Schön am vorliegenden Werk, als Weihnachtsgeschenk prima geeignet, sind
- das lockere Layout, das schon für sich eine gewisse Leichtigkeit vermittelt
- die kurzen, inspirierenden, ermutigenden Texte und Heilungsimpulse mit daneben stehender Erläuterung, die man, immer wieder einmal und portionsweise, in kurzer Zeit lesen und bedenken kann
- die positiven Affirmationen in pinkfarbener Schrift, die sofort ins Auge fallen, so dass wenige Sekunden genügen können, um für die nächsten Momente, Stunden, Tage wieder ein bisschen glücklicher zu sein ...
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